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Informatisierung der Arbeit - Gesellschaft im Umbruch

 

 

Forum 3 | Donnerstag 27.01.2005

Informatisierung im Alltag

 

Moderation: Dr. Thomas Berker (NTNU, Trondheim)

Abstract (Berker, Kleemann, Schönberger) PDF, 18 kb

Referate:
Frank Kleemann (TU Chemnitz) Vortrag PDF, 61 kb
Dr. Klaus Schönberger (FATK Tübingen)

Mittels der neuen Werkzeuge, Dienste und Infrastrukturen, die wir hier verkürzt neue IuK-Technologien nennen, wird es nicht nur möglich, Menschen und Dinge neuartig in Raum und Zeit zu verknüpfen, sie ermöglichen auch auf der Ebene des Individuums neue Querverbindungen zwischen vormals klar(er) getrennten Bereichen des Alltags, wie z.B. Arbeit und Leben. Mit der Diffusion von leistungsfähigen Heimcomputern, mobiler IuK-Technik und breitbandigen Netzwerken (VoIP via SIP, Flatrate, PAN, UMTS, Bluetooth, WLAN, um nur ein paar Kürzel zu nennen) eröffnen sich neue Wege zu kommunizieren und sich zu informieren - wo und wann auch immer. Die konkrete Ausformung dieser Möglichkeiten hat gerade erst begonnen, viele der genannten Dienste und Technologien sind noch im Stadium der 'early adoption'. Gleichwohl verfügen wir nach zehn Jahren der explosiven Verbreitung von Internet und anderen neuen Kommunikationsdiensten über erste Erfahrungen, die gebündelt zu diskutieren sind.

Im Einzelnen werden wir uns auf Wechselwirkungen in dem Dreieck "Arbeit-Haushalt- Technologie" konzentrieren:

•  Die übergeordnete Fragestellung ist dabei die nach der Aneignung von IuK-Technologien im Alltag: Kommunikation und Information sind allgegenwärtig. Wie werden Technologien, die mit diesen Bereichen verknüpft sind, in den Alltag eingebettet?

•  Haushalte als ökonomisch-moralische Institutionen bilden in ihrer traditionellen Konzeption auch räumlich eine Einheit. Welche Rolle spielen IuK-Technologien in Kombination mit neuen Konsummustern und allfällig zunehmender Mobilität in der galoppierenden Auflösung traditioneller Familien- und Haushaltsformen?

•  Spätestens seit den frühen 1970er-Jahren wird der Telearbeit eine zentrale Rolle in der Arbeitswelt der Zukunft zugeschrieben. Kommt jetzt mit neuen technischen und institutionellen Gegebenheiten, nach 30 Jahren des weitgehenden Nichteintreffens dieser Voraussagen, Bewegung in das räumliche Arrangement von Arbeit?

 
 
 
     
  Tagung im Rahmen des Forschungsvorhabens „Kooperationsnetz prospektive Arbeitsforschung“ (KoprA) – gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01HN0122 und betreut vom Projektträger „DLR – Innovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen“ im Rahmenkonzept „Innovative Arbeitsgestaltung – Zukunft der Arbeit“.

 

Kooperationsnetz prospektive Arbeitsforschung (KoprA) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
DLR Innovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen
     
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