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Informatisierung der Arbeit - Gesellschaft im Umbruch

 

 

Podiumsdiskussion | Freitag 28.01.2005 14:00 Uhr

Informatisierung der Arbeit – Gesellschaft im Umbruch

 

Im Laufe der Tagung entfaltet sich in Referaten und Diskussionsforen ein breites Spektrum von Themen und Feldern. Die Podiumsdiskussion hat das Ziel, zum Abschluss noch einmal grundsätzliche Fragen der zukunftsfähigen Gestaltung der Arbeit, der Wirtschaft und der Gesellschaft in den Blick zu rücken und damit auch ein öffentlich sichtbares Zeichen zu setzen.

Denn in der öffentlichen Behandlung des Themas ist ein eigentümliches Missverhältnis zu beobachten:

Einerseits öffnet sich eine Schere zwischen den Anforderungen an gesellschaftliche Gestaltung und den dafür zur Verfügung stehenden Formen. Ob es um die Gestaltung der Technik oder der Bildung geht; um Arbeitsformen, Arbeitsinhalte, Arbeitsverhältnisse; um gesellschaftliche Teilhabe oder um innerbetriebliche Organisationsentwicklung und Rationalisierung - überall gibt es heterogene und widersprüchliche Entwicklungen, die erhöhten Gestaltungsbedarf induzieren. Zugleich aber sind Trends der Individualisierung, Ent-Institutionalisierung und Informalisierung zu beobachten, die nicht selten zum Scheitern herkömmlicher Gestaltungsprozesse führen.

Andererseits ist ein Diskurs zur zukunftsfähigen Gestaltung der Informatisierung derzeit nicht erkennbar. Eben jetzt, wo die Informatisierung massive Auswirkungen für den Wandel der Arbeit und der Gesellschaft zeitigt, scheint sie aus dem Fokus der öffentlichen Debatte zu verschwinden.

An diesem Missverhältnis setzt die Tagung "Informatisierung der Arbeit ­ - Gesellschaft im Umbruch" an. Es geht heute darum, neue gesellschaftliche Visionen, neue Gestaltungskonzepte zu entwickeln. Diese Aufgabe ins öffentliche Bewusstsein zu rücken ist ein wesentliches Anliegen der Podiumsdiskussion.

Prominente VertreterInnen von Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sprechen über die Fragen:

  1. Welche Bedeutung und Entwicklungsdynamik messen wir der Informatisierung der Arbeit aktuell zu?
  2. Welche Herausforderungen sind in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung?
  3. Welche Chancen und Risiken sehen wir?
  4. Wo sind Schwerpunkte zur zukunftsfähigen Gestaltung der Entwicklung zu setzen?

Die TeilnehmerInnen:

  • Dr. Andreas Boes (ISF München)
  • Berthold Huber (Zweiter Vorsitzender der IG Metall)
  • Lothar Schröder (ver.di, Bereichsleiter Innovations- und Technologiepolitik / Grundsatz, Strategie und Planung)
  • Helmut Wörner (Controlware GmbH, Vorsitzender der Geschäftsführung; Hauptvorstand des Branchenverbandes BITKOM)
  • Ursula Zahn-Elliott (Leiterin des Referats Innovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen im Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Für die Moderation konnte Joachim Zepelin, Redakteur der Financial Times Deutschland, gewonnen werden.

 
     
     
  Tagung im Rahmen des Forschungsvorhabens „Kooperationsnetz prospektive Arbeitsforschung“ (KoprA) – gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01HN0122 und betreut vom Projektträger „DLR – Innovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen“ im Rahmenkonzept „Innovative Arbeitsgestaltung – Zukunft der Arbeit“.

 

Kooperationsnetz prospektive Arbeitsforschung (KoprA) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
DLR Innovative Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen
     
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